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Mondschaf
31 December 2016 @ 12:30 pm
BÜCHER
01 Jessica Walsh & Timothy Goodman 40 Days of Dating
02 Benedict Wells Vom Ende der Einsamkeit
03 Paul Arden Es kommt nicht darauf an, wer du bist, sondern wer du sein willst
04 Sebastian Lörscher A bisserl weiter geht's immer!
05 Sascha Hommer In China
06 Marco Maurer Du bleibst, was du bist
07 Margret Steenfatt Ich, Paula. Die Lebensgeschichte der Paula Modersohn-Becker
08 Gabriel García Márquez Hundert Jahre Einsamkeit (abgebrochen)
08 Miranda July Der erste fiese Typ
09 Emile Zola Das Paradies der Damen
10 Han Kang Die Vegetarierin
11 Banana Yoshimoto Tsugumi
12 Andreas Baum Wir waren die neue Zeit
13 Jerry Spinelli Stargirl

FILME
01 Crazy Stupid Love
02 Rainer Werner Fassbinder Deutschland im Herbst („Kino“)
03 The Coen Brothers The Big Lebowski
04 Frieder Wittich Becks letzter Sommer
05 Vor der Morgenröte (Kino)
06 Fredrik Gertten Bikes vs Cars („Kino“)
07 Rami Hamze Der große Demokrator („Kino“)
08 Andreas Dalsgaard The Human Scale („Kino“)
09 Sebastian Köthe à propos: philosophie
10 Chrstian Schwochow Paula (Kino)
 
 
 
 
Mondschaf
29 September 2016 @ 09:17 pm


die popkultur entdeckt die freundschaft?
 
 
Mondschaf
09 May 2016 @ 07:12 pm
binx  


manchmal geht es einem so wie claire in diesem beitrag: ein video gesehen und verknallt.

lange keinen fangirl-moment mehr gehabt, aber hier ist er, in gestalt von binx walton, einem model mit zahnlücke, das einfach mit jeder frisur und jeder klamotte umwerfend aussieht, in interviews lässige antworten gibt, gerne davon erzählt, wie sie früher als tomboy rumlief und sich einfach ganz genau bewusst ist, dass ihr job vielleicht nur von kurzer dauer ist.

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Mondschaf
24 January 2016 @ 11:13 pm
 


an mir völlig vorbeigegangen, aber
oh, was ein künstler!

gerade auch das tous les mêmes video und die ganzen die ganzen fragestellungen, die es streift.
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Mondschaf
27 December 2015 @ 03:28 pm


Audiokommentar (2015) von Sänger Paul Smith:

“I Want You To Stay” is … quite an odd song really because it goes from something quite robotic and staccato in the verse, possibly due to [keyboarder] Lukas [Wooller] being the writer of the music and he’s quite a robotic chap on the stage (as you might have seen) and it explodes to quite a soaring chorus and the bridge we wrote pretty much in the studio after Paul Epworth (our producer) said, it needs an extra section to kind of join things up and he was quite right so me and Lukas went into another room and had a bit of a mess around while he was playing the synth and everything seemed to fit perfectly in the end. And it builds up to quite a big finish and it’s full of the emotion that defines the record, really … a kind of yearning for something and a feeling of escape which I’ve discussed on some of the other songs that are on the record. And it’s a kind of yearning for a bigger place than where you are. I moved from a small town to Newcastle and it has that kind of bright-light-big-city-aspect to the music but also it’s a yearning for somebody within that big city environment.

Manchmal verändert so ein Satz so viel und ich höre danach etwas ganz anderes in einem Lied, obwohl ich es sowieso schon ein langjähriger Lieblingssong ist. Kennt ihr andere Lieder mit dem bright-light-big-city-aspect?
 
 
Mondschaf
22 November 2015 @ 08:39 am
don’t be afraid of people. they’re just as insecure as you are.
 
 
Mondschaf
22 November 2015 @ 08:03 am
 
gedanken zur betrunkener stunde:

1. es ist gerade ungemein beruhigend für mich zu wissen, dass sympathie in 90% der fälle auf gegenseitigkeit beruht.

2. dann gibt es die momente, in denen ich bremen liebe. ich liebe es, dass ich dokumentationen über alternatives leben schauen kann, um danach in einer schmuddeligen bar zu versacken, bis die stühle hochgestellt werden. ich liebe, dass es so links und alternativ, so arm und schäbig ist. dann liebe ich auch das wasser und die lichter, die sich morgens & abends darin spiegeln und dass es kein wunder ist, dass herr lehmann aus dieser stadt kommt. ich bedaure dann, dass ich nicht vor fünf jahren hier gelandet bin und auf der anderen seite schätze ich, dass ich die stadt nie so zu schätzen gewusst hätte, wie ich das jetzt zu diesem zeitpunkt meines lebens tue.

3. der erste schnee; jedes jahr etwas magisches, seit dem jahr, in dem ich auszog. hier: dichte flocken, schon wässrig, wenn er am boden ankommt.
 
 
Mondschaf
19 November 2015 @ 09:05 pm
Ich hasse es, ein Tourist zu sein. (…) Man ist immer in einer manisch-freundlichen Scheinwelt. Ich nenne sie das Backpackerland. Es ist egal, ob man durch Asien, Australien oder Südamerika reist. Backpackerland ist überall. Alles, was man über Backpackerland wissen muss, steht im Reiseführer Lonely Planet. Es ist eingeteilt in »Going there and Getting away«, »Accomodations«, »Things to do and to see« und »Dangers and Annoyances«. Im Backpackerland gibt es keine echten Menschen. Es gibt nur schlitzohrige Tuk-Tuk-Fahrer, devot immer-lächelnde Stewardessen, Gästehausbetreiber und Touristenführer, die einen Cousin in Deutschland haben. Alle sind nett zu einem, sie nennen einen »my friend«, obwohl man sie noch nie zuvor gesehen hat. (…) Ich hatte während meiner Reise das Gefühl, dass alles um mich herum eine Kulisse war, die nur für mich aufgestellt worden war. (…)
Auch ich hatte immer nur den Lonely Planet dabei und sah dementsprechend nur, was in dem Buch aufgeführt war. Manchmal habe ich überlegt, ob ich das Buch wegschmeißen soll. Doch dann wäre ich aus der Sicherheit des Backpackerlands verstoßen gewesen, das hätte die Reise erschreckend real gemacht. Allein die Vorstellung löste Panik in mir aus.
Im Backpackerland sind alle Beziehungen flüchtig. Man lernt einen Menschen kennen, man betrinkt sich eine Nacht mit ihm, für ein paar Tage ist er der beste Freund, doch man weiß, sobald er im nächsten Bus sitzt, hat er einen bereits vergessen.
Man ist nie allein im Backpackerland, aber oft einsam.
(S. 20)


Das war einfach so hundertprozentig die westliche Sicht auf Beziehungen. Vereinfacht gesagt sieht sie so aus: Die Gesellschaft ist eine Ansammlung von Individuen, die sich lose untereinander bewegen wie Blätter im Swimmingpool im Herbst. Jeder Mensch ist ein Unternehmer in Sachen menschlichen Beziehungen. Man investiert in andere: Zeit, Aufmerksamkeit, Zuneigung oder Geld. Dann erwartet man sich einen Shareholder-Value von diesem Menschen, eine Rendite. Kommt es nicht dazu, trennt man sich von ihm.
Mir ist aufgefallen, dass man in Gesprächen über Liebe oft Vokabeln verwendet, die aus der Wirtschaft oder der Politik stammen. Anstatt von »Zusammenleben« oder einfach von »Liebe« zu sprechen, verwendet man das Wort »Beziehung«, ein Begriff aus der internationalen Politik.
(S. 229)
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