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Mondschaf
25 August 2015 @ 11:03 am
 
Zitat Ex-Mitbewohnerin: Erlend Øye sieht ja irgendwie aus wie du, nur als Mann.
 
 
Mondschaf
24 August 2015 @ 08:45 pm


und woanders kann ich ja grad nicht hin mit dem rap-content.
 
 
Mondschaf
22 August 2015 @ 10:00 pm
 
We sit and we sigh
And nothing gets done
So right, so clued-up
We just get old
And all the while
Been torn asunder
Nicotine and
Bacteria


Bloc Party: Compliments

Vor ein paar Tagen durfte ich den großartigen Fabian Römer interviewen. Er hat – als Promo-Aktion für sein neues Album – die #wortezumsonntag eingerichtet, eine Serie, in der er seine liebsten Songtexte seziert und analysiert. Ich denke sehr oft an dieses Konzept, wenn ich bei RapGenius herumirre oder einen Song so lange durchhöre, bis ich ihn für mich entschlüsselt hab.
In letzter Zeit sind das oft Songs aus meiner Jugend, die nun langsam klarer werden. Die Wucht der frühen Texte von Bloc Partys lyrischem Kopf Kele, einem wahren Songwriting-Virtuosen, wird mir erst jetzt bewusst. Compliments besteht aus einer einzigen Strophe, die kontinuierlich wiederholt wird & in meinem Kopf eine ganze Szenerie aufmacht.
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Mondschaf
17 August 2015 @ 09:55 pm


I
I have decided
at 25
that something must change



words written by kele in 2007, hearing them now (maybe even understanding them a little) at the age of 25.
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Mondschaf
17 August 2015 @ 05:25 pm
Glücklicherweise ist die Gastro an einem etwas erhöhten Punkt, beruhigte sich Herr Lehmann, während es in der Schlange nur schneckenhaft vorbeiging, was ihn sehr nervös machte. Andererseits, dachte er, kann man ja nun nicht die Kinder hier anpfeifen, das ist irgendwie asozial, das kommt schlecht an, dachte Herr Lehmann und bewunderte dabei die Frau am Tresen, die mit einer Engelsgeduld und unbeschadet der geringen Umsätze, die mit Weingummi-Schlangen, Weingummi-Teufelchen und Weingummi-Krokodilen und ähnlichem zu machen waren, geradezu vorbildlich auf die Wünsche und vor allem auf die vielen Sinneswandel ihrer zwergenhaften Kundschaft einging. Die hat die kleinen Scheißer richtig lieb, dachte Herr Lehmann und liebte dafür wiederum die Frau, wir sollten alle so sein, dachte er, darum geht es, wenn man hinter dem Tresen steht, dachte er, jeder hat die gleichen Rechte (…)
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Mondschaf
24 January 2015 @ 08:38 pm
 
der immer lächelnde, kleine hip-hop-lehrer, von dem ich peinlicherweise den namen nicht kenne oder behalten kann, obwohl ich schon seit monaten in diesem kurs bin, sagt: passt auf euch auf. der winter ist die gefährlichste zeit für den körper – es ist kalt, man ist müde, man macht schnell fehler. schlaft viel. esst vitamine, weil die euch fehlen. fragt zuhause nach einem teller. passt auf – bis februar, das wird schlimm.

ich finde die vorstellung rührend, dass die teenager nun bei maman nach einem teller obst fragen. ich finde den gedanken tröstlich, sich mehr um sich selbst zu kümmern in dieser dunklen jahreszeit. ich denke: der winter ist nicht nur für den körper die gefährlichste zeit, sondern auch für die seele.

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für donnerstag ist ein berühmter, schweizer galerist, suisse-allemand, angemeldet. auf dem a4-zettel mit den kleinen abbildungen der kunstwerke stehen zahlen mit fünf nullen. tout le monde hat respekt vor diesem mann, welcher auf fließendem französisch mit deutschem akzent strenge, genaue anweisungen gibt, das ganze team aber anschließend in der mittagspause ins restaurant einlädt. den ganzen tag packen wir bilder in luftpolsterfolie ein, schnell, bedacht, ja keinen fehler zu machen. so kleinkariert wie geschenkeeinpacken. zum zukleben gibt es kein tesa-film, sondern scotch, wir sind ja immer noch in frankreich. der galerist trägt ein blaues jackett mit goldenen manschettenknöpfen, eine jeans und braune lederslipper. am armgelenk – natürlich – ein schweizer uhrwerk. wenn er eine seite der luftpolsterfolie zuklebt, beugt er sich darüber und beißt das scotch-klebeband mit den zähnen durch; der cutter ist über den leinwänden zu gefährlich. als ich es nachmache, habe ich kleine klebestreifenfitzel im mund, die ich ausspucken muss, mein mund schmeckt bis zur mittagspause nach klebestreifen. ich denke mir: das ist der geschmack, der den galerist den ganzen tag mit sich herumträgt. pefferminz und scotch-tape. das ist der geschmack seines erfolges.
 
 
Mondschaf
15 January 2015 @ 11:42 pm
 
you're a slave to the money then you die

diese zeile im kopf, seit wochen schon, immer wieder flackert sie auf und verschwindet dann so schnell wie sie hergeflattert kam
 
 
Mondschaf
07 November 2014 @ 12:07 pm


alles gesagt.
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Mondschaf
21 September 2014 @ 12:22 am
ich entschied mich für möglichkeit 2.

einer der ersten einkäufe in dijon war ein apothekenbesuch: eine creme gegen den fußpilz, den ich mir während des vorbereitungsseminars in der dusche unseres zimmers in der trierer jugendherberge geholt hatte.
fast einen monat hatte ich insgesamt in einer deutsch-französischen parallelwelt verbracht, zwei wochen sprachkurs berlin, eine woche vorbereitungsseminar trier. wie ein schleusenraum, in dem man so weit aklimatisiert wird, bis man bereit ist, das neue universum oder auch den op-saal (wenngleich immer noch als fremdkörper) zu betreten.

durch den regelmäßigen tagesablauf – aufstehen, arbeiten, essen, arbeiten, essen, schlafen – fühlt sich die französische zeit allerdings schon viel länger an. zeit zum reflektieren habe ich trotzdem zu wenig, weil so viel in so kurzer zeit passiert. darauf, dass ich einen blogpost über meinen post-bachelor-missmut schreibe, warte ich jetzt immer noch (morgen, ja morgen, an einem abend, an dem mir die augen nicht vor müdigkeit zufallen, an einem abend, an dem ich nicht taumelnd vom sofa aufstehen muss abends).


vor ein paar tagen las ich in der örtlichen bibliothek in der einzigen deutschen publikation – dem spiegel – ein sehr gutes interview mit fatih akin, dessen neuen film ich wohl erst verzögert sehen werde. dennoch kommt mir bei dem gedanken an fatih immer, immer dieses lied in den sinn und es passt dann meist auch immer, immer zu gut zur aktuellen lebenssituation.

mein usb-stick hat sich nun natürlich auch ebenfalls verabschiedet – wie gut, dass das ofaj mir einen neuen geschenkt hat.

noch mehr musik ist da in meinem kopf gerade und das hier ist therapie für den kopf, also...Collapse )
 
 
Mondschaf
17 August 2014 @ 05:29 pm
Es gibt ein Mittel gegen die Einsamkeit, die einen plötzlich in einer fremden Stadt überfällt: etwas kaufen: eine Ansichtskarte, einen Kaugummi nur, einen Bleistift oder Zigaretten: etwas in die Hand bekommen, teilnehmen am Leben dieser Stadt, indem man etwas kauft (...)
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